CraftBier BrewDog – Der Tipp!

Was ist BrewDog?

2007 starteten zwei schottische Bierenthusiasten (Martin und James) ihre Mission. Gelangweilt vom schnöden Einheitsbier auf der Insel, crafteten sie ihr eigenes Bier und verkauften es aus ihrem Van und auf Märkten. Im ersten Jahr produzierten sie über 1000 Hektoliter. Bereits im Nächsten Jahr waren es über 4000 Hektoliter. Mit dem TOKYO brauten sie das stärkste UK-Bier und erhielten dadurch eine große Medienaufmerksamkeit. Der Siegeszug ging weiter und es war schwer für die Jungs mit der Nachfrage Schritt zu halten. Sie klapperten Banken ab und erhielten einen Kredit für größere Tanks und Abfüllmaschinen. 2009 stieg die Produktion auf 9500 Hektoliter mit 24 Angestellten. PUNK IPA wurde zum bestverkauftesten IPA in Skandinavien. 2010 eröffneten sie ihre erste Bar. Der Siegeszug ging weiter, ein Umzug stand an in neue Mauern. Immer mehr Hopfentempel wurden eröffnet. Unter anderem in SaoPaolo, Barcelona, Helsinki, Göteborg und in UK sowieso. 2014 waren es 26 Bars und 90000 Hektoliter. Die vierte Runde für Teilhaberschaften läuft gerade. Wer also investieren möchte, kann das hier tun.

BrewDog – Das Bier

Testen konnte ich bis dato lediglich 5 der 36 (!) Sorten. Bin allerdings jetzt schon hin und weg.
Generell sind alle bisher getesteten herrlich hopfig.

punkIPA

PUNK IPA
Das „Flagschiff“ ist grossartig und hatte mich vom ersten Moment an. Getestet im Irlandurlaub und zurück zu Hause direkt wieder besorgt.
Der Postmoderne Klassiker! Einfach rund und vielseitig. Fruchtig, Hopfen sehr präsent, etwas malzig und dazu noch die richtige Portion Bitterkeit.
Mit 5,6 % natürlich stärker als das normale Supermarktbier. Die Farbe ist nichts ungewöhnliches. Klares gelbgold. Weisse Krone. Wenig Schaum.
Jeder der Interesse an Craftbieren hat, sollte das mal auf seinen Zettel packen.

BrewDog PunkIPA
BrewDog PunkIPA

HardcoreIPA

HARDCORE IPA
Trägt seinen Namen zu Recht, denn Hardcore ist es. Wir sprechen hier von 9,2%. Unglaublich viel Frucht(gummi) in der Nase (laut Beschreibung Zitrus), für mich aber eben so als würde man eine Tüte Fruchtgummi gerade öffnen und schnell den Zinken reinhängen. Dann wird man mit einer ordentlichen Portion Hopfen überrollt der bitter ausklingt. Schönes Finish! Rubinrot im Glas mit schmaler Krone.

HardcoreIPA_2

BlackLibertine

LIBERTINE BLACK ALE
Das hat mich etwas verwirrt, da ich großer GUINNESS Fan bin. Es schmeckt wie ein Stout, schön malzig und rauchig hinten raus. Dazu kommt aber eben die typische BrewDog Hopfenbombe. Das kann man Leuten an die Hand geben die mit Guinness nichts anfangen können. Der hopfige Charakter kann überzeugen aber allerdings auch irritieren. Es ist schön dunkel kann aber nicht mit der feinen cremigen Schaumkrone eines Dosen-Guinness überzeugen. Vielleicht ist es frisch gezapft doller oder ein Floating-Widget wie in den Dosen von Nöten? Kommt bei mir aber auch noch mal auf den Zettel! Mit 7,2% aber auch kein Leichtgewicht.

BlackLibertine_2

VAGABOND PALE ALE
Ist das schon PALEO? Wohl nicht, aber wohl das Paleobier zum sorglosesten Cheaten;) Glutenfreies Bier gibt es glaub ich auch von Störtebecker, was hier aber ins Glas kommt ist schlägt meinen letzten glutenfreien Bierversuch um Längen! Fruchtbombe, Hopfenbombe, angenehme Süsse und ganz leichte Bitterkeit. Mit 4,5% für den „normalen“ Markt durchaus gangbar. Fast noch besser als das PUNK IPA aber dann noch glutenfrei! Grossartig. Geht doch!

Glutenfrei2

NANNY STATE
Alkoholfreies Bier gibt es von den schottischen Punks auch. Es ist jedoch sehr flach im Geschmack und muss mit den gleichen Schwächenkämpfen wie viele andere alkoholfreie Biere. Verwässertem Geschmack! Riecht gut aber bringt genau deswegen eine Enttäuschung. Kann leider nicht mithalten. Da bleibe ich dann bei der bayrischen Alternative. Am liebsten mit Bananensaft. Nicht ganz alkoholfrei, da immer noch 0,5% im Spiel sind. Nicht der gesuchte Heilige Gral. Hätte ihn gerne gefunden, da alkoholfreie Biere doch auch machbar sein sollten.

 

Die gute Nachricht! Für Deutschland gibt es einen Distributor! Die Hofmark Brauerei aus Bayern. Hier kann man auch direkt bestellen.
In dem ein oder anderen Getränkemarkt (zB. TrinkGut) gibt es auch schon mal in Aktionsflächen die ein oder andere Flasche.
Kölner können sich vertrauensvoll ans Bierlager wenden. Kurz vor der Fetten Kuh. Sehr sympathisch, übrigens!

So oder so!
Wo ein Wille da ein Weg. Und ich sag ich auch. Ihr wollt!

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ill-lumi Verfasst von: