Monsieur Claude und seine Töchter

Hier wieder mal von einer Überraschungskomödie aus Frankreich zu sprechen, ist nach den Schti’s, Ziemlich beste Freunde und Portugal mon amour, langsam albern. Frankreich liefert einfach. Und das in regelmäßigen Abständen. BadTaste- und PipiKaka-Komödien kommen weiterhin aus Amerika, doch die guten, schön gestalteten und intelligenten Streifen des französischen Kinos sind jetzt endlich auch im Mainstream angekommen und fristen nicht mehr ihr Schattendasein in irgendwelchen elitären Künstlercafés.

Die Geschichte ist schnell erzählt. Monsieur Claude hat vier Töchter und wie wahrscheinlich jeder Vater wünscht er sich einen guten Mann an ihrer Seite. Zunächst bekommt er einen Muslim, einen Juden und einen Chinesen als Schwiegersohn. Jetzt liegt seine ganze Hoffnung auf seiner letzten Tochter. Diese bringt Charles ins Spiel. Als Gaullist schon mal ein perfekter Name findet der Vater. Und er ist Katholik! Die Welt ist wieder in Ordnung. Bis sie sich treffen. Charles ist schwarz. Doch auch der Vater von Charles ist gegen eine Hochzeit.
Die ganze Geschichte wird immer wieder mit den alltäglichen rassistischen Vorurteilen der einzelnen „Gruppen“ zueinander gespickt. Und das auf äußerst amüsante politisch unkorrekte Weise. Könnte was für die ganzen PEGIDA-Mitläufer sein, welche ja teilweise garnicht wissen gegen was sie da eigentlich marschieren. Wie hich war nich mal der Ausländeranteil in Dresden? Gut möglich dass die da noch nie einen gesehen haben. Hier können sie’s und kriegen direkt noch ein paar Antworten zu ihren Fragen.

Den Trailer gibts hier.
Für die glücklichen die in der Nähe noch ein Kino in dem er läuft, haben hin da.
Für alle anderen muss es die DVD tun. Oder einer der einschlägigen VoD-Anbieter.

4/5 Sternen dafür!

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ill-lumi Verfasst von: