VoD-Tipp: Ben & Mickey VS. the Dead

Bei der Suche in der maxdome-Bibliothek bin ich auf einen wirklich guten herausragenden Zombiefilm gestoßen.
Ich kannte ihn nicht, bin aber glücklich ihn jetzt gesehen zu haben. Das Zombie-Genre ist dank The Walking Dead ja wieder aktuell und hat mit seinen Erfolg ja auch zu einem größeren Publikum durchdringen können. Leider gibt es aber auch so viel Schund, gerade in diesem Genre, wie in keinem anderen.
Als ich auf Play klickte erwartete ich Fun-Horror-Splatter á la Shaun of the Dead. Bekam aber eine Charakterstudie zweier unterschiedlicher Überlebender in einer postapokalyptischen Zombiewelt, die so ruhig und ohne viel Gemetzel daher kommt, dass man sich ihn auch durch aus mit Zombieskeptikern anschauen kann. Denn der Film zeigt Szenen des Alltags, die sonst immer unter Blut und Gedärmen untergehen. Klar, hier geht es ums überleben. Und der ein oder andere Zombie taucht auch auf, wird aber nicht derbe zerstückelt oder in einem der sonst so üblichen Close-Ups seines Schädels entmächtigt.

Es wird eher gezeigt wie unterschiedlich man als Überlebender in dieser fiktiven Situation reagieren kann. Zwei ehemalige Baseball-Spieler machen sich hier auf einen Roadtrip der besonderen Art. Mickey blendet mit Hilfe seiner Kopfhörer, so oft es geht, die Zombie-Welt aus und trottet nur hinter seinem Kollegen her und hofft darauf, dass das Alles nur ein schlechter Scherz bzw. Traum ist oder zumindest irgendwo noch ein paar Menschen zu finden sind um ein normales Leben führen zu können. Ben ist da eher skeptisch, hat sich der Situation aber vollkommen angepasst und mutiert zum Überlebenskünstler. Er versucht seinen einzigen Freund auf dieses Leben einzustimmen. Als Nomaden ziehen beide durch die Lande. Angeln, rauchen, trinken. Retten sich vor Zombies und spielen Baseball mit Äpfeln. Versuchen doch noch etwas Spaß zu finden. Hier und da. Bis beide auf einmal einen Funkspruch mithören. Kann man den anderen Überlebenden trauen? Oder ist es vielleicht och besser Allein zu bleiben?

Auszeichnungen:

Bester Film, bestes Drehbuch, beste Musik, bestes Poster – Toronto After Dark Film Festival 2013
Bester Film – Imagine Filmfestival Amsterdam 2013
Bester Film – Dead by Dawn Festival Edinburgh 2013
Bester Film – Fantaspoa Porto Allegre (BRA) 2013

Von mir gibts 4/5 Punkten!

Gekrönt wird dieser Streifen von einem wirklich guten Soundtrack. Die Darsteller sind nicht wirklich bekannt aber vor allem „Ben“ ist überzeugend und gefällt. Das Budget lag bei 6000 Dollar, welches Hauptdarsteller und Regisseur Jeremy Gardner sich von seinen Kumpels geliehen hat) und das ganze wurde in knapp 2 Wochen abgedreht. Manchmal braucht eben nicht viel, wenn die Geschichte eben gut ist.

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ill-lumi Verfasst von: