VoD-Tipp: Into the wild

Hier nochmal ein wirklich guter Video on Demand Tipp (zur Zeit bei allen VoD-Diensten kostenlos) vom wahrscheinlich unterschätztesten Kind Hollywoods Sean Penn. Man vergisst ihn oftmals, wenn man die „Großen“ aufzählt, aber eigentlich gehört er mit in den ersten Atemzug.
Into the Wild ist die wahre Geschichte der 2-jährigen Reise von Christopher McCandless durch die USA. Auf dieser Reise versucht Chris das wahre Glück zu finden, denn das Leben so wie er es kennengelernt und erlebt hat, kann für ihn nicht die Erfüllung sein. Somit bleibt nur der Gesellschaft den Rücken zu zukehren und sich aufzumachen. Nachdem er die letzten Wurzeln hinter sich zerschlägt, seinen Pass verbrennt und unter dem Pseudonym Alexander Supertramp durch die USA trampt, lernt er die verschiedensten Menschen kennen. In ihm reift aber bereits die Idee nach Alaska zu reisen und dort sein ultimatives Glück, die Freiheit, zu finden. Ein liegengebliebener Linien-Bus 142, von ihm liebevoll „The Magic-Bus“ getauft, wird sein Unterschlupf im eiskalten Alaska. Hier muss er von nun an für sich selbst sorgen. Jagen, sammeln, fischen. Was man eben so tut um zu überleben.
Sean Penn baut diesem jungen Mann hier eine große Bühne und verneigt sich vor der Entschlossenheit eines 22-Jährigen, dem das Leben scheinbar alles zu bieten hatte. Gedreht wurde an Originalschauplätzen. Was bedeutet, dass das gesamte Team im tiefsten Winter Alaskas drehen musste. Lediglich der Bus wurde originalgetreu nachgebaut um hier in Ruhe drehen zu können. Generell wollte Penn einen möglichst authentischen Film von dem Buch drehen, dass er zehn Jahre zuvor 2mal in einer Nacht gelesen hatte. 10 Jahre bemühte er sich um die Rechte an der Story und besuchte unzählige Male die Familie von Chris.

Das Die Geschichte nicht nur Penn mitriss, zeigt auch der Umstand, dass der Magic Bus mittlerweile eine beliebte „Pilger-Stätte“ geworden ist. Zivilisationsflüchtlinge aus allen Ecken der Welt besuchen den Bus, der von einer Familie nach einem Achsbruch in den 60er Jahren dort zurückgelassen wurde und knapp 30 Jahre später für Chris ein neues Zuhause wurde.

Chris McCandless wird von Emile Hirsch gespielt, der während der Dreharbeiten ans Äusserste ging und massiv abnahm um der Rolle im Laufe der Geschichte gerecht zu werden. Ausserdem dabei Vince Vaughn und Kirsten Stewart.

Der Soundtrack (YouTube-Link) stammt aus der Feder von Eddie Vedder, dem Pearl Jam-Sänger und passt auszeichnet zum Film und für später nochmal wenn der Film schon lange aus ist. Denn auch oder gerade nach dem Film schwirren einem viele Gedanken durch den Kopf. Man muss nicht immer soweit gehen, dass es für den Rückweg nicht mehr reicht.

Hier der Trailer …

 

Hier noch ein paar Links …

Alles über Chris McCandless

Sean Penn im Interview – „Niemand nimmt sich die Zeit, der zu werden der er ist“

Eine reisserische, aber informative, amerikanische Doku auf YouTube

Das MakingOf

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ill-lumi Verfasst von: